FIFA 20 – Der virtuelle Ball rollt wieder

POSTED BY Benjamin Krause 12/01/2020 in Sport Games
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FIFA 20 is comming! Am 27. September war es wieder so weit, der neuste Teil der FIFA-Reihe erblickte das Licht der Welt und neben den Konsolenspielern rollt der Ball seitdem auch bei den Fußballfans auf dem PC.

Wie jedes Jahr geizen die Entwickler von EA Sports bei dem neusten Teil der Fußballsimulation dabei nicht an Lizenzen, sodass Spieler in diesem Jahr mit Mannschaften aus 37 Ligen aus 29 Ländern gegeneinander antreten können.

Darunter befinden sich mit einer Ausnahme sämtliche europäischen Spitzenclubs, wie der FC Bayern München oder Borussia Dortmund aus der deutschen Bundesliga, der aktuelle Champions League Sieger FC Liverpool oder die spanischen Schwergewichte von Real Madrid und dem FC Barcelona. Lediglich auf den Arbeitgeber von Christiano Ronaldo müssen die Fans in diesem Jahr verzichten, da Juventus Turin einen Exklusivdeal mit Konami, dem größten Konkurrenten von EA Sports, geschlossen hat und daher in diesem Jahr unter dem Namen Piemonte Calcio in FIFA zu finden ist.

Doch ansonsten bleibt alles beim Alten, zumindest fast, denn wie jedes Jahr spendieren die Entwickler ihrer Simulation auch mit FIFA20 wieder eine Reihe an neuen Features, sowie mit VOLTA sogar einen gänzlich neuen Spielmodus, der in Zukunft für ein wenig Abwechslung im ansonsten weitestgehend gewohnten Fußballalltag sorgen.

Natürlich hat es auch der Ultimate Modus ebenfalls wieder ins Spiel geschafft, der seit Jahren von den Fans gleichermaßen geliebt wie verflucht wird und auch der Pro-Clubs-Modus, in dem Mannschaften mit bis zu 11 Spielern gegeneinander antreten können, geht mit FIFA 20 in eine neue Runde.

Aus diesem Grund möchten wir im Folgenden ein wenig genauer verraten, was sich gegenüber dem Vorjahr sonst noch so in der Fußballsimulation getan hat und für wen sich ein Update auf die neuste Version wirklich lohnt.

 

Gameplay mit sinnvollen Verbesserungen und altbekannten Schwächen

Bereits seit vielen Jahren streiten sich die Anhänger des Fußballsports bei der Frage, welches denn nun die beste Fußballsimulation auf dem Markt sei und obwohl die FIFA-Reihe bereits einen großen Schritt hin zu einem besseren Gameplay gemacht hat, trüben immer wieder einige Macken das ansonsten positive Bild.

Da wären zum einen auch in diesem Jahr wieder die Torhüter, die immer wieder einen Ball aus unerklärlichen Gründen an sich vorbei kullern lassen, um im anderen Moment dann wieder ein sicher geglaubtes Gegentor auf fast magische Weise zu verhindern.

Dagegen wurde das mit FIFA 19 eingeführte Time-Finish-Feature, bei dem der Spieler im richtigen Moment ein zweites Mal auf die Schuss-Taste drücken muss, um einen perfekten Schuss aufs Tor zu bringen, im Gegensatz zu letztem Jahr deutlich entschärft. So muss der Schütze nun schon in einer vielversprechenden Position sein, um ein Tor per Time-Finish zu erzielen.

Ebenfalls entschärft wurden auch die Ecken, doch wo es in FIFA 19 noch bei jedem Eckball brandgefährlich wurde geht in FIFA 20 nun fast gar kein Kopfball mehr ins Tor. Das gilt zudem auch für alle anderen Arten von Kopfbällen, sodass Flanken in FIFA 20 äußerst ungefährlich sind. Da hätte man durchaus einen besseren Mittelweg finden können, denn besonders in Online-Begegnungen führt dies häufig zu Situationen, die man im echten Fußball auf diese Weise nicht zu sehen bekäme.

Alles in allem kann man sagen, dass es den Entwicklern zwar durchaus gelungen ist einige der Schwächen des Vorgängers zu beseitigen, doch bis die FIFA-Reihe spielerisch an das Niveau eines Pro Evolution Soccer herankommt, dürften wohl noch einige Jahre ins Land ziehen.

Wer allerdings ein Fan der FIFA-Reihe ist, sich online mit anderen Spielern messen möchte oder großen Wert darauf legt was außerhalb des Spielfelds passiert, der nimmt die altbekannten Schwächen gerne in Kauf.

Mit VOLTA kehrt ein Hauch von FIFA-Street in FIFA 20 ein

Nachdem die Geschichte des jungen Alex Hunter, die mit dem Story-Modus von FIFA 17 begann, in FIFA 19 ein Ende fand, schieben die Entwickler nicht einfach eine neue Story hinterher, sondern beglücken die Fans mit einem völlig neuen Spielmodus.

Dieser hört auf den Namen VOLTA und erinnert sehr stark an die Spiele der FIFA-Street Reihe, von denen das letzte jedoch bereits im Jahre 2012 veröffentlicht wurde. Seitdem warteten viele Fans sehnsüchtig auf ein Comeback der Reihe und werden mit FIFA 20 endlich erhört.

Denn in Volta geht es in Hinterhöfen, auf Häuserdächern und vielen anderen skurrilen Orten in trickreichen 3 gegen 3 oder 5 gegen 5 Duellen zur Sache und sogar eine vollwertige Story hat Volta allen Spielern zu bieten, die hin und wieder ein wenig nach Abwechslung von dem gewohnten Rasenschach in den sonstigen Spielmodi suchen.

Und auch für rasante Begegnungen mit Freunden im eigenen Wohnzimmer eignet sich Volta ebenfalls ausgezeichnet, da man seinem Kontrahenten hier auf engstem Raum die Grenzen aufzeigen und somit zeigen kann, wer wirklich der beste Fifa-Spieler in der Clique ist.

Nahezu alles gleich bleibt dagegen bei Pro-Clubs, dem Modus in dem sich bis zu 11 Spieler pro Mannschaft gegenüberstehen, eben genau wie beim echten Fußballsport. Dabei hoffen die Fans bereits seit Jahren auf Neuerungen in diesem Modus, der sich seit Jahren bereits jährlich sehr stark ähnelt und auch in diesem Jahr keine großen Neuerungen spendiert bekommen hat.

Doch so wie EA Sports die Rufe der Spieler nach einem neuen FIFA-Street in diesem Jahr erhört hat, könnte vielleicht auch dieser Modus irgendwann mal eine Generalüberholung spendiert bekommen, denn das hätte Pro-Clubs nicht nur nötig, sondern auch absolut verdient.

Mit dem eigenen Ultimate Team zu Ruhm und Ehre

Bereits seit einigen Jahren stellt der Ultimate-Team Modus, in dem sich jeder ein Team ganz nach Belieben zusammenstellen kann, den beliebtesten Modus der FIFA-Reihe dar.
Denn nur über diesen Modus haben Spieler die Möglichkeit sich für eines der ausgetragenen Profi-Turniere zu qualifizieren.

Und so bauen sich jedes Jahr Millionen von Spielern auf der ganzen Welt in diesem Modus ihr persönliches Ultimate Team zusammen, um sich mit diesen in den Online Divisionen nach oben zu spielen und in der Weekend League ihr Können unter Beweis zu stellen. Denn nur wer in der Weekend League an einem Wochenende von 30 Begegnungen 27 für sich entscheidet darf in der Folge auch an der Qualifikation für die Turniere der Global Series teilnehmen.

Jedoch sorgt der Ultimate-Team Modus zudem auch in anderer Hinsicht für Aufsehen und zwar durch die Pay2Win-Problematik in diesem Modus. Denn die Spieler bauen sich ihr Team in diesem Modus aus Spielern zusammen, die sie über verschiedene Kartenpakete erhalten und Superstars wie Christiano Ronaldo, Lionel Messi oder eine der 88 verfügbaren Ikonen, wie zum Beispiel Diego Maradona oder Lothar Matthäus, sind dabei äußerst selten.

Das führt dazu, dass nicht nur viele Profi-Spieler, sondern auch etliche Jugendliche jedes Jahr Unsummen in den Aufbau des eigenen Ultimate Teams investieren, was aufgrund der geringen Wahrscheinlichkeit einen guten Spieler zu bekommen ein wenig an Glücksspiel erinnert. Dagegen sehen andere in dem Kauf der Kartenpakete eher eine virtuelle Alternative zu den beliebten Panini-Stickern und sehen darin daher keine große Gefahr.

Doch ganz egal, wie man es dreht oder wendet, Fakt ist, dass der Aufbau des eigenen Teams in Ultimate Team ohne den Kauf von Fifa-Points, wie EA Sports die käuflichen Punkte bezeichnet, kein leichtes ist, es sei denn, man hat eine Menge Glück mit den Kartenpaketen, die man in FIFA 20 anderweitig bekommen kann.

Fazit zu FIFA 20

FIFA 20 ist einmal mehr das Spiel geworden, was man von den Entwicklern erwarten durfte. Zwar haben diese einige Probleme, wie die in FIFA19 starken Tim-Finish Schüsse oder die Flut an Gegentoren nach Eckbällen, in den Griff bekommen, doch an anderen Stellen hakt es noch immer.

Das fängt mit den Torhütern an und endet bei Situationen, bei denen man auch nach mehrmaligem Anschauen nicht so wirklich weiß, was da gerade passiert ist.

Wer mit diesen Makeln leben kann und sich vor allem online mit anderen Spielern messen möchte, der kann auch in diesem Jahr wieder bedenkenlos zum neuen Teil der FIFA-Reihe greifen, zumal mit VOLTA nun sogar ein Modus mit an Bord ist der an FIFA-Street erinnert und mit Sicherheit für einige hitzige Partien mit den Freunden sorgen dürfte.

 

Squad – ein Militär-Shooter der erwachsen geworden ist

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Benjamin Krause

Hi ich bin der Benjamin Krause, 28 Jahre alt und vom Beruf Online Marketing Manager. Ich selbst bin in der Gameingbranche seit ich 13 Jahre alt bin. Mich findet man auf diversen Online Marketing Messen, sowie natürlich auch auf der dreamhack und der Gamescom.