Space Engineers – das Minecraft im All?

Wollten Sie schon immer ein eigenes Raumschiff besitzen? Dann sind Sie bei Space Engineers genau richtig. Das Spiel ist allerdings nicht nur ein “Minecraft im Weltraum”. Es gibt nämlich einiges zu tun für Sie.

Storytime?

Wer sich auf die Story in “Space Engineer” freut, wird zu diesem Zeitpunkt leider sehr enttäuscht sein. Es gibt keine Geschichte von Gut und Böse, kein Star Wars, keine Jedi-Ritter, keine Aliens in Eroberungsschlachten. Space Engineers ist ein Konstruktions-Sandbox-Spiel, das am ehesten mit Minecraft vergleichbar ist. Dies ist keine Geschichte, sondern eine Liste von Spielmodi und Optionen. Die aktuelle Version des Spiels hat mehrere Spielmodi. Einer ist z.B. der Kreativmodus und ein weiterer ist der Überlebensmodus. Im Kreativmodus hat der Spieler unbegrenzte Ressourcen, kann sofort bauen und wird nicht sterben. Im Überlebensmodus muss der Spieler genau auf seine Ressourcen und Inventarkapazität achten. Es muss mit bedacht gebaut werden und er kann sterben sowie sich erholen. Dann können Sie wählen, ob Sie verschiedenen Spielmodi in Einzel- oder Multiplayer spielen möchten.

Das Ziel im Weltall

Das Ziel der Raumfahrtingenieure ist das Bauen. Einfaches, aber doch kompliziertes bauen. Wir können Ressourcen abbauen, in Asteroiden bohren und verformbare und zerstörbare Objekte besitzen. Diese sollten auch wahre Proportionen, Qualität, Laderaum und Festigkeit aufweisen. Wir können Elektrizität und Schwerkraft nutzen und mehr Vorteile aus den Bau Optionen des Spiels ziehen. Für Freunde von Voxel Builder-Spielen wie Minecraft, Science-Fiction oder NASA-Technologie und -Weltraum gibt es viele Dinge zur Auswahl. Die Baumöglichkeiten sind riesig, egal ob Sie eine Kopie des Todessterns bauen oder Ihre eigene interstellare Flotte entwerfen, alles ist hier möglich.

Je nach Modus können Sie nun das benötigte Material Stück für Stück entnehmen, um es an anderer Stelle abzulegen. Es gibt auch genügend technischen Raum. Handwerker können ganze Aufzüge bauen oder Raumschiffe mit Bohrern ausrüsten. Für Spieler, die mehr tun wollen, als nur Spiele zu bauen, gibt es hier wirklich nicht viel zu tun. Ob der Entwickler irgendwelche Pläne für das fertige Spiel hat, steht bislang jedenfalls noch unter den Sternen. Sounds außerhalb des Arcade-Modus sind nicht verfügbar und die vorhandenen Sounds sind nicht endgültig. Die Animation der Charaktere ist ebenfalls Gewöhnungsbedürftig. Optisch sieht das Spiel selbst sehr gut aus, verbraucht aber viel Rechenleistung vom PC, sodass viele Bereiche optimiert werden müssen.

Das Spielgeschehen

Wie wir bereits erwähnt haben, auf den ersten Blick erinnert Space Engineers an Minecraft im Weltraum. Wir steuern einen Charakter, egal ob aus der First- oder Third-Person-Perspektive und bauen Raumschiffe, sowie Raumstationen aus Bausteinen. Wir starten ein Projekt mit den Einführungsmodulen in den Kategorien “Kleines Raumschiff”, “Großes Raumschiff” und “Raumstation”. Die drei Arten von Komponenten sind unterschiedlich groß: 125 Blöcke für kleine Boote sind so groß wie die einzelnen Blöcke der Raumstation und des großen Schiffes, und die Raumstation kann sich nicht im Weltraum bewegen, sondern nur drehen.

Ansonsten teilen sich das Schiff und die Raumstation verschiedene Komponenten wie Stahlplatten, Türen und Generatoren. Sobald wir die zusätzlichen Teile am Startblock anbringen, wird die Größe aller Objekte automatisch angepasst. Die Generatoren kleiner und großer Schiffe sind die gleichen Komponenten, aber die Größe ist unterschiedlich.

Der Unterschied zu Minecraft: Space Engineers besteht darin, dass es über eine breite Palette von Physik-Engines verfügt, mit denen wir unsere Werke zum Fliegen bringen können. Physikalisch korrekt: Wenn wir zwei Düsem am Heck installieren, fliegt unser Raumschiff nur geradeaus. Wenn wir uns in alle Richtungen bewegen wollen, müssen wir auf allen Achsen und in alle Richtungen Motoren installieren. Hinzu kommt die Berechnung der Massenträgheit, wir können das Raumfahrzeug nicht sofort auf null abbremsen. Und mit einem Gravitationsgenerator können wir die Schwerkraft unseres Schiffes steuern.

Eine Physik die beeindruckt

Diese Physik-Gadgets verblassen im Vergleich zum wichtigsten Feature von Space Engineer: dem Deformationsmotor. Wenn zwei Raketen kollidieren, prallen sie nicht nur voneinander ab, sondern es kommt zu einer beeindruckenden Kollision. Der Stahl unseres Raumschiffs ist verformt und die Quadrate haben mehr als acht Ecken, und je nach Aufprallgeschwindigkeit und Größe des Raumschiffs reißen wir manchmal große Löcher in unser Raumschiff und das Raumschiff unseres Gegners. Es sieht nicht nur toll aus, sondern kann auch als Strategie für Weltraumschlachten in Multiplayer-Spielen verwendet werden, wir sollten auch die Zerstörung in Betracht ziehen.

Genügend Ideen vorausgesetzt, sind die Möglichkeiten nahezu grenzenlos. Raumfahrtingenieure werden uns keine Ziele vorgeben oder uns herausfordern. Das Prinzip des Spiels hängt von Ihrer eigenen Kreativität ab, wenn wir keine Aufgaben suchen, bleibt nur Platz.

Ein eigenes Schiff aufbauen

Tatsächlich bauen wir unsere Fahrzeuge nicht nur mit Würfeln zusammen, wir müssen auch zuerst Würfel herstellen. Zumindest, wenn wir den Survival-Modus spielen. Dort müssen wir Mineralien wie Gold, Aluminium und Eisen aus Asteroiden extrahieren. Standardmäßig werden unsere Charaktere Bohrer mit sich führen. Nach dem Schmelzen können wir mit den erworbenen Ressourcen einzelne Komponenten wie Rohre, Säulen und Platten herstellen und in unseren begrenzten Lagerbestand aufnehmen. Nur so können wir Bausteine ​​aus einem einzigen Teil herstellen. Wer meint, die Arbeit sei damit erledigt: Wir müssen auch alle Teile mit Schweißgeräten miteinander verbinden, sonst ist unser Schiff ein Gittermodell, keine stählerne fliegende Festung.

Klingt nach einer lästigen Aufgabe? Das ist es auch. Dafür sorgen der sehr begrenzte Platz im Inventar und viele unnötig komplizierte Einzelschritte. Wir müssen also während des Produktionsprozesses zuerst das Inventar öffnen, unsere Eisennuggets in die Raffinerie ziehen, warten, das Menü wieder öffnen, die Eisenbarren entfernen, das Menü wieder öffnen, daraus Komponenten herstellen, sie in unser Inventar ziehen, und dann mit. Es gibt eine andere Art des Komforts.

Daher kommt der Survival-Modus hauptsächlich im Multiplayer-Spielmodus zum Einsatz, in dem Hobbyingenieure am Wochenende an einem großen Projekt arbeiten und die Arbeitsschritte in ein Team zerlegen – nach getaner Arbeit ist das kaum befriedigender. Schließlich wachsen emotionale Belohnungen mit Anstrengung

Mehr zur eigentlich Physik

Hinter den Kulissen der Space Engineers arbeitet die von den Entwicklern selbst programmierte VRAGE 2.0 Engine. Diese basiert auf Voxeln, kombiniert mit einer Physik-Engine, die stilvolle Deformationen erzielen kann. Außerdem graben wir nicht im Asteroidenwürfel vor und unsere Bohrergebnisse sehen immer natürlich aus. Außerdem fliegen beim Abbau von Ressourcen kleinere Teile um uns herum, und beim Absturz der Raumsonde brechen die Metallteile. Wenn die Schwerkraft des Asteroiden nicht ausreicht oder der Generator des Schiffes ausfällt, fliegen Partikel um uns herum. Andernfalls werden sie von der Quelle der Schwerkraft angezogen. Dies kann auch sinnvoll genutzt werden: Wenn wir ein Bergbauschiff mit einem umgekehrten Gravitationsfeld direkt über unserem Bohrloch erstellen, wird es tatsächlich alle freigesetzten Mineralien aufnehmen.

Aber beeindruckende Physik hat ihren Preis. Die Explosion und der Effekt sind wenige und weit auseinander, und es sieht nicht beeindruckend aus. Außerdem ist Space Engineers gespannt auf die Hardware in Alpha. Gerade im Kollisionsfall kommt es mitunter zu extremen Framerateneinbrüchen und schwachen Systemen, insbesondere älteren Grafikkarten, die durch physikalische Effekte nachgeben. Außerdem kann das Programm nicht 100 % fehlerfrei laufen. Vor der Beta-Version muss diese Technologie noch weiterentwickelt werden, insbesondere die Veröffentlichung von Space Engineer, diese Tatsache sollte die oberste Priorität von Keen Software House sein.

Unser Fazit zu Space Engineers

Ein Minecraft im Weltraum wäre vermutlich nicht gerechtfertigt, denn Space Engineers ist viel mehr als das.

Wie Raumfahrtingenieure den Survival-Modus nutzen – und wie interessant die abgeschlossenen Bauprojekte sind. Wie viel Unsinn man machen kann, zum Beispiel Karts und Rennwagen bauen. Auf der anderen Seite gibt es kompromissloses Sandboxgaming. Wenn Sie sich keine eigenen Ziele setzen, wird es Weltraumingenieuren nie langweilig. Der Multiplayer-Modus, das Herzstück eines jeden guten Sandbox Games gibt dem Spieler die Kirsche auf der Torte.

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